Naturschutz – Schönheit und Dreck

Müll, Dreck

Als Fotograf mit Hang zu Landschaften, als Kletterer und Boulderer, als Mountainbiker und Wanderer bewege ich mich viel in der Natur. Vor allem hier in der Rhön. Denn hier bin ich Zuhause. Entsprechend liegt mir etwas am Naturschutz in der Rhön, aber auch generell.

Was mich jedoch bei all dem Enthusiasmus draußen zu sein traurig stimmt, sind die Unmengen an Müll die der Mensch hinterlässt.

Vieles an Müll landet versehentlich in der Natur – Plastikreste von Müsliriegelpackungen zum Beispiel, die einem leicht durch die Finger gleiten. Doch bin ich auch schon oft auf Müll gestoßen der offensichtlich aus Bequemlichkeit oder Faulheit hinterlassen wurde. Dabei spreche ich nicht von Wanderparkplätzen oder Straßengräben, in denen sich immer wieder Müll findet. Sondern von Wäldern und Wiesen, Bergen und Felsen, die nicht unbedingt gut an die Infrastruktur angebunden sind. Mit einem etwas offenen Auge habe ich schon so Einiges entdeckt.

Für diejenigen aus der Rhön und Umgebung, möchte ich nur mal auf das Tintenfass am Berghaus aufmerksam machen, auch wenn dieses nicht ab vom Schuss ist.

Geht man den Trampelpfad zu dem kleinem Plateau mit den zwei freistehenden Bäumen hinauf, finden sich immer wieder jede Menge Verpackungsmüll, Flaschen, und gelegentlich auch mal ein verlassener Kugelgrill.

Weit ab von der nächsten Ortschaft habe ich sogar einmal einen Videorekorder im Wald gefunden.

Drei Möglichkeiten mit dem Problem umzugehen

Nun gut, dass unsere Umwelt und auch die Rhön verdreckt sind, ist leider Tatsache.
Als Natur-Enthusiast sehe ich hier drei Möglichkeiten damit umzugehen:

  1. So wie die Meisten, den Müll einfach Ignorieren.
  2. Sich über die Verursacher aufregen.
  3. Den Müll einfach mitnehmen und entsorgen.

Nachdem ich mich in der Vergangenheit lange genug über den Müll und seine Verursacher aufgeregt habe, bin ich dazu über gegangen was dagegen zu tun.
Seitdem habe ich immer ein paar Mülltüten dabei. Denn eine Kultur des „ich war das nicht, ich mach das nicht weg“, funktioniert vielleicht im Wohnzimmer einer Großfamilie, aber nicht hier draußen.

Der Verursacher ist lange weg und schert sich einen Dreck.

Naturlehrpfad Gangolfsberg

Das was ihr hier auf dem Bild seht, ist das Resultat eines einstündigen Spaziergangs auf dem „Naturlehrpfad“ am Gangolfsberg in der Rhön. Vieles hiervon sind Bonbonpapiere und Taschentücher. Aber auch Fischdosen, Schuhsohlen, Plastiktüten, Glasscherben und so weiter. Alles Sachen, die direkt oder neben dem Naturlehrpfad herum lagen – ein Pfad der uns den Naturschutz näher bringen sollte.

Teufelskeller Rhön Müll Dreck Naturschutz
Teufelskeller Rhön Müll

Ich möchte hier nicht anklagen. Das soll auch kein Appell an die Menschheit sein. Deutlich machen möchte ich, dass wenn nur jeder hundertste über seinen Schatten springt und den Müll einsammelt den er sieht, dass es dann da draußen ganz anders aussehen könnte. Jeder kann etwas für den Naturschutz tun.

Update (09.05.2019): Es gibt nun eine Galerie mit Bildern des Mülls den ich im Laufe der Zeit gesammelt habe.

2 Replies to “Naturschutz – Schönheit und Dreck”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.