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	<title>Hardangervidda Archives &#8211; Chasinglight</title>
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	<description>Landschaften &#124; Sport &#124; Portrait</description>
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		<title>Durch die Hardangervidda Teil 2 &#8211; Society, I hope you&#8217;re not lonely without me</title>
		<link>https://chasinglight.eu/reise/society-i-hope-youre-not-lonely-without-me-durch-die-hardangervidda-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2018 20:53:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was sind die Risiken eines Gewitters in den Bergen und in den Hochebenen die die Hardangervidda bietet? Diese Frage stellten wir uns immer und immer wieder, während wir einen Fuß vor den anderen setzten. Es war nicht so, dass wir in dieser Hinsicht gänzlich unerfahren waren, aber in der Hardangervidda hat ein Gewitter nochmal eine&#8230;&#160;<a href="https://chasinglight.eu/reise/society-i-hope-youre-not-lonely-without-me-durch-die-hardangervidda-teil-2/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Durch die Hardangervidda Teil 2 &#8211; Society, I hope you&#8217;re not lonely without me</span></a></p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2-754x1024.jpg" alt="See Felsen schwarzweiß Hardangervidda" class="wp-image-712" width="377" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2-754x1024.jpg 754w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2-600x815.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2-221x300.jpg 221w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2-768x1044.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz2.jpg 1507w" sizes="(max-width: 377px) 100vw, 377px" /></a></figure></div>



<p>Was sind die Risiken eines Gewitters in den Bergen und in den Hochebenen die die Hardangervidda bietet?</p>



<p>Diese Frage stellten wir uns immer und immer wieder, während wir einen Fuß vor den anderen setzten. Es war nicht so, dass wir in dieser Hinsicht gänzlich unerfahren waren, aber in der Hardangervidda hat ein Gewitter nochmal eine andere Qualität. Auf den Hochebenen gibt es keinen Schutz, keinen Fels der vor Regen und Wind schützt, kein Tal, in das man schnell absteigen kann. Hier oben ist man dem Wetter gänzlich ausgesetzt.</p>



<span id="more-702"></span>



<p>Den ersten Teil des Reiseberichts durch die Hardangervidda findest du <a href="http://chasinglight.eu/2018/09/26/society-i-hope-youre-not-lonely-without-me-durch-die-hardangervidda-teil-1/">hier</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auf die Hochebene</h3>



<p>Wir sind trocken geblieben. Das Zelt hielt stand und der Regen hörte zum nächsten Morgen hin wieder auf. Der nahe gelegende Fluss hatte sichtlich an Wasser zugenommen.</p>



<p><em>Das größte Risiko in einem Gewitter ist nicht der Blitzschlag, sondern die Mengen an Wasser, die auf einmal von oben herab kommen &#8211; Überschwemmungen, Murenabgänge, Erdrutsche.</em></p>



<p>Der Boden um uns herum war durch den heißen Sommer in Norwegen, wie im Rest Europas, gänzlich ausgetrocknet und saugte den Regen auf wie ein Schwamm. Kaum dass sich der Himmel wieder aufgeklart hatte und die Sonne heraus kam, sah die Landschaft aus, als hätte es das Unwetter gar nicht gegeben.</p>



<p>Unser Weg führte uns zum Berg <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Hårteigen (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A5rteigen" target="_blank">Hårteigen</a>, dem zweithöchsten Berg in der Hardangervidda. Das war nicht nur der höchste Punkt der Tour, sondern an dieser Stelle wandelte sich die Landschaft nochmal mehr ins Extreme. Mit der Höhe kam die Ausgesetztheit. Der Wind bließ stärker und kälter, die Landschaft wurde noch karger &#8211; mehr Fels und Eis.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen.jpg"><img decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen-698x1024.jpg" alt="Hårteigen Berg Norgwegen Hardangervidda" class="wp-image-714" width="349" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen-698x1024.jpg 698w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen-600x880.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen-205x300.jpg 205w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen-768x1127.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Harteigen.jpg 1396w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></a></figure>



<p>Inmitten dieser Szenerie schlugen wir unser Nachtlager auf &#8211; wieder mal um uns herum keine Menschenseele. Lediglich ein paar vereinzelte Schafe konnten wir hören.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Leid, Kälte und die Schönheit rauer Natur</h3>



<p><em>Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn der Regen nicht von oben, sondern von vorne kommt? Wenn sich das Wasser langsam durch deine Kleidung drückt, jede noch so kleine Lücke sucht? Du vor lauter Nebel gerade mal ein paar Meter weit sehen kannst? Das Wetter einfach nicht besser werden will und du vor lauter Erschöpfung hinterfragst, was das alles soll und warum du hier bist? Du keine Lust mehr hast, weiter zu laufen, keinen Elan hast, einen Zeltplatz zu suchen, dich aber einfach nur in deinen Schlafsack zwängen willst, um dich auszuruhen?</em></p>



<p><em>Stell dir all das vor.</em></p>



<p><em>Und dann klart der Himmel auf &#8211; du bist an einem wunderschönen Ort, die Wolken schillern plötzlich in allen Farben des Sonnenuntergangs.</em></p>



<p><em>Das war es wert!</em></p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3.jpg"><img decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3-754x1024.jpg" alt="Reflektionen Wasser Felsen Berge" class="wp-image-717" width="377" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3-754x1024.jpg 754w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3-600x815.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3-221x300.jpg 221w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3-768x1043.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Lieblingsplatz3.jpg 1507w" sizes="(max-width: 377px) 100vw, 377px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos-828x1024.jpg" alt="Reflektionen Berge Wasser Sonnenuntergang" class="wp-image-715" width="414" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos-828x1024.jpg 828w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos-600x742.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos-243x300.jpg 243w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos-768x950.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Hinter_Litlos.jpg 1600w" sizes="(max-width: 414px) 100vw, 414px" /></a></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Mehr Leid, mehr Regen, mehr Wildniss</h3>



<p>Uns kamen am folgenden Tag wahrlich Zweifel, ob es all das wert war. Nicht nur regnete es fast den ganzen Tag und der Nebel hüllte uns ein &#8211; nein, es war schlimmer, kälter, nässer, gefährlicher.</p>



<p>Ein anstrengender Anstieg bei trügerischer Windstille und ohne Regen verleitete uns dazu, der Wärmeentwicklung an den Beinen wegen, die Gamaschen abzulegen und in den Rucksäcken zu verstauen. Kaum hatten wir aber den Anstieg geschafft, begann das Elend. Unwillens die Gamaschen wieder aus den Rucksäcken zu holen, kommentiert mit &#8222;jetzt ist´s sowieso schon zu spät&#8220; stapften wir in ein Desaster aus gänzlicher Durchweichung.</p>



<p>Die Imprägnierung meiner Hose gab schnell den Geist auf, das Wasser sickerte mir von oben in die Schuhe, bald lief ich wie barfuss im Schlamm. Schnell war meine Hose so durchnässt, als wäre ich voll bekleidet durch hüfthohes Wasser gewatet. Der Frontalregen peitschte unerbittlich und das Wasser fand über Halstuch und Handschuhe langsam aber sicher seinen Weg unter unsere Hardshelljacken. Es dauerte nicht lange und es war nass. Alles nass.</p>



<p>Bist du völlig durchnässt bei eisigem Wind, dann gibt es eigentlich nur zwei Optionen: Entweder das Lager aufzubauen, alles Nasse abzulegen und sich im Schlafsack aufzuwärmen so gut es geht &#8211; oder unerbittlich weiter zu laufen, um dadurch warm zu bleiben. Da wir noch nicht sonderlich weit gekommen waren und nach wie vor auf besseres Wetter hofften, liefen wir weiter. Pausen machten wir nur kurz &#8211; einige Minuten still zu stehen reichte aus, um uns auszukühlen.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet-819x1024.jpg" alt="Karge Landschaft Felsen Schnee Wolken Wasser" class="wp-image-718" width="410" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet-819x1024.jpg 819w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet-600x750.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet-240x300.jpg 240w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet-768x960.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandvatnet.jpg 1600w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /></a></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Das Gewitter</h4>



<p>Und dann wurde es wirklich unangenehm. Die Sicht verschlechterte sich, der Regen nahm zu. Es blitzte, gefolgt von einem Donnergrollen.</p>



<p>Wir wussten nicht, wo sich das Gewitter befand, ob wir darauf zu liefen oder uns davon entfernten. Wir zählten die Sekunden zwischen Blitz und Donner, um heraus zu finden wie weit das Gewitter weg war, doch schnell merkten wir: wir waren mitten drin. Im Nebel konnten wir nichts erkennnen &#8211; wir wussten nicht, ob wir exponiert sind oder geschützt &#8211; ob wir uns vorwärts oder rückwärts bewegen oder ausharren sollten.</p>



<p>Da wir uns gerade wieder an einem Anstieg befanden, war der erste Impuls umzukehren, um nicht noch exponierter zu sein als wir möglicherweise sowieso schon waren. Doch wussten wir auch, dass wir bei einer Umkehr auch keinen Unterschlupf oder geeigneten Zeltplatz finden würden. Und hätten wir einen Unterschlupf gefunden, wäre uns sehr schnell sehr kalt geworden.</p>



<p>In Vorbereitung auf die Wanderung hatte ich mir eine GPS-Uhr zugelegt und die Strecke in ihrer ganzen Länge eingetragen. Auch wenn die Wanderkarten an sich gereicht hätten, war die Uhr an dieser Stelle wirklich hilfreich.</p>



<p>Ein Blick auf das Höhenprofil der Etappe machte mir schnell klar, dass wir kurz vor einem Pass waren und es daraufhin schnell und steil bergab gehen würde. Wir waren nur noch wenige hundert Meter vom Pass entfernt. Die Entscheidung war klar: Beine in die Hand, über den Pass und nichts wie runter.</p>



<h3 class="wp-block-heading">.. es war noch nicht vorbei ..</h3>



<p>Nachdem wir etwas an Höhe verloren hatten, wurde die Sicht auch deutlich besser. Mit der Höhe verließen wir auch die Wolken, durch die wir zuvor stundenlang gelaufen waren &#8211; und nach einigen Stunden wurde auch der Regen schwächer und wir suchten uns einen Platz fürs Zelt. Ohne groß zu überlegen nahmen wir die erstbeste ebene Fläche, die uns unterkam. Unsere Finger waren mitlerweile so kalt, dass uns der Aufbau des Zeltes deutlich schwer fiel. Im Zelt spannten wir unsere Schnürsenkel zu einer Wäscheleine auf in der Hoffung, dass wir zumindest ein paar der Kleidungsstücke trocken bekommen würden &#8211; ohne Glück.</p>



<p>Als ich meinen Rucksack öffnete, um an meine trockene Kleidung zu kommen, stellte ich fest, dass auch er und die Regenhülle dem Wasser nicht mehr standhalten konnten. Zum Glück hatte ich alles nochmals in Plastiktüten verstaut und bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles trocken geblieben.</p>



<p>Während die am Gebirgskamm hängengebliebenen Gewitterwolken in der Ferne weiter rumorten, schliefen wir vollkommen erschöpft ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Sonne und das Glück</h3>



<p>So sehr wir Pech am Vortag hatten, so viel Glück hatten wir am nächsten Morgen. Bis auf ein paar vereinzelte Wolken war der Himmel klar und die Sonne schien. Selbst mit ununterbrochener Sonne dauerte es aber bis zum Mittag, bis wir alles wieder halbwegs trocken hatten.</p>



<p>Wegen der wirklich anstrengenden Tage zuvor liefen wir nur wenige Stunden. Wir gönnten uns nur eine kleine Unterbrechung mit einem Bad bei strahlendem Sonnenschein in einem eisigen See. Das war<mark class="annotation-text annotation-text-yoast" id="annotation-text-08fec806-7641-4d0e-9293-26a2b1847382"></mark> fast wie ein Strandurlaub. Nur kälter, ohne Meer und den Bergen der Hardangervidda drumherum.</p>



<p>Unser vorletztes Lager bauten wir am Fuß des Berges Sandfloeggi auf. Dort liegt das Sandflobecken, eine Aneinanderreihung von Seen, die in einem Wasserfall &#8211; dem Sandflofossen &#8211; münden. Auch hier zeigte sich die Hardangervidda im Abendlicht von ihrer schönen Seite.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel-743x1024.jpg" alt="Abendlicht Wolke Farben Landschaft Hardangervidda" class="wp-image-711" width="372" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel-743x1024.jpg 743w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel-600x827.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel-218x300.jpg 218w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel-768x1058.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Minimal_Farbenspiel.jpg 1161w" sizes="(max-width: 372px) 100vw, 372px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen-1024x683.jpg" alt="Sandflofossen Hardangervidda" class="wp-image-716" width="512" height="342" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen-1024x683.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen-600x400.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen-300x200.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen-768x512.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Sandflofossen.jpg 1600w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Die Gegend um den Sandfloeggi ist bereits wieder in der Nähe zur Nationalparkgrenze und damit auch der Zivilisation. Wir begegneten zunehmend wieder vereinzelt Menschen.</p>



<p>Aber nicht nur durch die gelegentliche Begegnung mit anderen Wanderern auf dem Weg zeigte sich, dass wir uns der Zivilisation näherten. Tief innerhalb des Hardangervidda Nationalparks ist kaum ein Zeichen menschlicher Aktivität zu sehen, doch fanden sich hier vermehrt Feuerstellen und leider auch jede Menge Müll. Wir waren im Speckgürtel der Tagestouren angelangt.</p>



<p>Was ich an Müll fand, verstaute ich so gut es ging zwischen Rucksack und Regenhülle. In einem älteren Post habe ich mal meine Beweggründe dafür aufgeschrieben &#8211; <a href="https://chasinglight.eu/rhon/schonheit-und-dreck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Schönheit und Dreck</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aus der Wildniss zurück in die Zivilisation</h3>



<p>Die letzte Etappe nach Haukeliseter, zurück in die Zivilisation, war ein Kinderspiel im Vergleich zu den ersten Tagen. Ohne das Gewicht des Essens auf dem Rücken und mit der Gewöhnung an das viele Laufen, ging es fast beschwingt voran. Wir begeneten nun immer mehr Menschen, Familien, Jägern, Tageswanderern. Und als wir den letzten Abstieg antraten, begrüßte uns bereits das Rauschen der Landstraße, die durch Haukeliseter, das Ziel unserer Wanderschaft, führt.</p>



<p>Ein Kulturschock nach zehn Tagen Wildnis.</p>



<p>Jede Menge Menschen, Autos, Busse, knatternde Motorräder. Alles irgendwie ein bischen zu viel. Ein maximaler Kontrast zu der Ruhe und Einsamkeit die wir im Hardangervidda Nationalpark verspüren durften.</p>



<p>Eine kleine Flucht gelang mir noch, als ich zum Abschluss am See Ståvatn mein letztes Bild der Reise schoss, bevor es auf die fünf Stunden dauernde Fahrt im vollgestopfen Schnellbus zurück nach Oslo ging.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><a href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister-819x1024.jpg" alt="Haukeliseter Norwegen Langzeitbelichtung Felsen Berge See" class="wp-image-719" width="410" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister-819x1024.jpg 819w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister-600x750.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister-240x300.jpg 240w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister-768x960.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/10/Haukelister.jpg 1280w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /></a></figure></div>


<p><br>
<!--StartFragment--></p>


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		<title>Durch die Hardangervidda Teil 1 &#8211; Society, I hope you&#8217;re not lonely without me</title>
		<link>https://chasinglight.eu/reise/society-i-hope-youre-not-lonely-without-me-durch-die-hardangervidda-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2018 09:39:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir leben in einer Welt, in der wir kaum noch vom Bildschirm wegkommen, immer erreichbar sind, immer auf dem neuesten Stand sein wollen oder müssen &#8211; in dieser Welt werden Einsamkeit, Unerreichbarkeit und Ahnungslosigkeit wieder zu einem hohen Gut. Während ich den folgenden Text verfasst habe, hörte ich Musik. Ich empfehle, es mir gleich zu&#8230;&#160;<a href="https://chasinglight.eu/reise/society-i-hope-youre-not-lonely-without-me-durch-die-hardangervidda-teil-1/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Durch die Hardangervidda Teil 1 &#8211; Society, I hope you&#8217;re not lonely without me</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See-683x1024.jpg" alt="Refektion Wasser Steine Berg" class="wp-image-670" width="342" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See-683x1024.jpg 683w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See-600x900.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See-200x300.jpg 200w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See-768x1152.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Reflektion_im_See.jpg 1365w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></a></figure></div>



<p>Wir leben in einer Welt, in der wir kaum noch vom Bildschirm wegkommen, immer erreichbar sind, immer auf dem neuesten Stand sein wollen oder müssen &#8211; in dieser Welt werden Einsamkeit, Unerreichbarkeit und Ahnungslosigkeit wieder zu einem hohen Gut.</p>



<span id="more-654"></span>



<p><em>Während ich den folgenden Text verfasst habe, hörte ich Musik. Ich empfehle, es mir gleich zu tun. Hier der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cl4cLEToPfc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soundtrack</a> zum Text.</em></p>



<p>Eine kleine Flucht &#8211; raus aus Allem. Raus in die Natur. Dorthin, wo es keinen Mobilfunkempfang gibt, wo man ganz auf sich alleine gestellt ist. Wo man (mit sehr wenigen Ausnahmen) kein Essen kaufen kann und alles, was man benötigt, bei sich trägt. Genau dorthin, wo man dem Wetter ausgeliefert ist, Abenteuer erlebt und seine eigene Geschichte schreibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum der Hardangervidda Nationalpark?</h3>



<p>Vor einigen Jahren reiste ich nach Norwegen, besuchte Orte wie Trolltunga am Rande des Hardangervidda Nationalparks. Auch wenn Trolltunga vollkommen überlaufen war, wir uns nach fünf Stunden ständigen Laufens in eine Schlange stellen mussten, um auf der berühmten Felszunge zu stehen, war die Schönheit der Natur um uns herum nicht zu verkennen.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-1024x1024.jpg" alt="Trolltunga schwarzweiß" class="wp-image-672" width="512" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-1024x1024.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-100x100.jpg 100w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-600x600.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-150x150.jpg 150w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-300x300.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2-768x768.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Trolltunga-zu-zweit2.jpg 2048w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Seit diesem Trip reifte die Idee, die Hardangervidda besser, oder eher überhaupt kennen zu lernen. Und der beste Weg, dies zu erreichen, ist, tief in den Nationalpark hinein zu gehen, weg von Orten, Straßen, Menschen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Reiseplanung</h3>



<p>Nachdem ich in diesem Jahr&nbsp; bereits nach <a href="http://chasinglight.eu/reise/how-are-you-mzungu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uganda</a> gereist bin, widerstrebte es mir, mich wieder in ein Flugzeug zu setzen. Auch wenn ein Flug nach Oslo die Reisezeit erheblich verkürzt hätte, konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, für meine Annehmlichkeit und meine Lust auf die nordisch wilde Natur Unmengen an Treibstoff zu verblasen. Mit dem Auto zu fahren, war auch keine Option, denn die Durchquerung des Nationalparks ist keine Rundtour, die am Startpunkt endet. Nein, Start- und Zielpunkt der Nord-Süd-Durchquerung liegen 125 Kilometer voneinander entfernt. Daher wurden Züge und Fernbusse die Reisemittel der Wahl; mit der Bahn nach Hamburg und dem Fernbus nach Oslo und wiederum mit dem Zug nach Finse im Norden der Hardangervidda, am Fuße des riesigen Gletscherschilds Hardangerjøkulen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Über Hängebrücken und eisige Wasser zum Hardangerjøkulen </h3>



<p>Bepackt mit dem Essen für 10 Tage, Zelt, Isomatte, Schlafsack, Gaskocher und natürlich meiner Kameraausrüstung machten wir, meine Freundin und ich, uns auf den Weg. Mein Rucksack wog satte 24 Kilogram. Ohne Trinkwasser &#8211; was zum Glück in Norwegen ja kein Problem ist.</p>



<p>Wegen des Gewichts gestaltete sich die erste Etappe entsprechend anstrengend. Das Wetter war trüb und bewölkt mit leichten Regenschauern. Überraschenderweise war es dennoch warm genug, um im T-Shirt laufen zu können.</p>



<p>Vor dem Anstieg in Richtung des Hardangerjøkulen kam die erste Hängebrücke der Strecke &#8211; neben den sporadisch auftauchenden Hütten das einzige Zeichen menschlicher Baukunst innerhalb des Nationalparks.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke-683x1024.jpg" alt="Hängebrücke Hardangervidda Wasserfall" class="wp-image-665" width="342" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke-683x1024.jpg 683w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke-600x900.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke-200x300.jpg 200w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke-768x1152.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Haengebruecke.jpg 1365w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></a></figure>



<p>Mit der zunehmenden Höhe kam auch die Kälte. Wolken zogen auf. Besonders kalt wurde es, als es zum ersten Mal galt, einen Flusslauf, der dem Hardangerjøkulen entspringt, zu durchqueren &#8211; etwas, woran ich mich bei gerade geschmolzenem Wasser wohl nie gewöhnen werde.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen-782x1024.jpg" alt="Hardangervidda Eis" class="wp-image-668" width="391" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen-782x1024.jpg 782w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen-600x786.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen-229x300.jpg 229w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen-768x1006.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Schneefeld_Hardangerjoekulen.jpg 1222w" sizes="(max-width: 391px) 100vw, 391px" /></a></figure>



<p>Bald hingen die Wolken so niedrig, dass kaum noch etwas zu sehen war. Unter solchen Bedingungen hangelt man sich von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steinm%C3%A4nnchen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steinmännchen</a> zu Steinmännchen und Markierung zu Markierung.</p>



<p>Der Nebel lichtete sich etwas und gab die Sicht auf den Gletscher frei. Doch so schnell wie er zu sehen war, so schnell war er auch wieder in den dichten Wolken verschwunden. Ein paar Kilometer weiter wurde es Zeit für das erste Lager am See Ramnabergvatnet.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen-1024x683.jpg" alt="Hardangerjøkulen Eis Wasser Nebel" class="wp-image-666" width="512" height="342" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen-1024x683.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen-600x400.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen-300x200.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen-768x512.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerjoekulen.jpg 1600w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Die Sicht wechselte ständig von wolkig zu klar. Während ich den ersten Sonnenuntergang genoß, die Umgebung erkunde, gegen Stechmücken am&nbsp; Wasserfall des Zulauf des Ramnabergvatnet kämpfe und dabei versuche das sporadisch aufkommende Sonnenuntergangslicht einzufangen, zog der Himmel wieder zu und ich konnte gerade noch so ins Zelt verschwinden.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1-704x1024.jpg" alt="Wasserfall Langzeitbelichtung schwarzweiß" class="wp-image-671" width="352" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1-704x1024.jpg 704w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1-600x873.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1-206x300.jpg 206w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1-768x1117.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Wasserfall_Tag1.jpg 1408w" sizes="(max-width: 352px) 100vw, 352px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken-1024x584.jpg" alt="Sonne bricht durch die Wolkendecke" class="wp-image-688" width="512" height="292" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken-1024x584.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken-600x342.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken-300x171.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken-768x438.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnenlicht_in_Wolken.jpg 2048w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Regen prasselte herunter und ich musste feststellen, dass das Zelt volle Breitseite im immer stärker werdenen Wind stand. Die erste Nacht wurde daher etwas unangenehm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer des Lesens kundig ist .. </h3>



<p>Die zweite Etappe gestaltete sich zu Anfang so, wie der Tag zuvor geendet hatte. Regnerisch, nass und nebelig. Die nasse Kälte zog in die Knochen und erst beim Laufen wurde mir wirklich warm. Landschaft, Berge und Seen ließen sich nur erahnen. Doch mit der Zeit lichtete sich der Himmel wieder und gab den Blick auf die kargen Hochebenen der Hardangervidda frei.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda-1024x683.jpg" alt="Karge Landschaft Hardangervidda Felsen" class="wp-image-684" width="512" height="342" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda-1024x683.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda-600x400.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda-300x200.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda-768x512.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Karge_Vidda.jpg 1600w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Bald trafen wir auf den Rembesdalsvatnet &#8211; einen Stausee, der die tief im Tal liegenden Orte mit Wasserkraft versorgt und zudem vor Gletscherläufen schützt. Ein Gletscherlauf ist ein Phänomen, bei dem sich unter einem Gletscher befindliches Wasser urplötzlich freisetzt und wie eine Flutwelle ins Tal schießt.</p>



<p>Der Weg folgte, wie in unserer Karte beschrieben, dem linken Ufer des Sees und führte unterhalb eines Ausläufers entlang. Zu spät wird uns bewusst, dass der Weg bei weitem nicht so gut ausgetreten ist wie die Wege zuvor. Erst als wir am Flusslauf, der den Rembesdalsvatnet speist standen und die Markierungen im Fluss verschwinden sahen, wurde klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Mit bloßem Auge erkannte ich die Markierungen auf der anderen Seite des Flusses, doch die gewaltigen Wassermassen zu durchqueren wäre ein absolut tötliches Unterfangen.</p>



<p>Ein Blick in den Wanderführer klärte die Situation. Der Weg ist seit 2016 gesperrt &#8211; eine Umleitung führt um das westliche Ufer des Sees über die Staubrücke. Die Hängebrücke, die eigentlich an dieser Stelle hätte sein sollen &#8211; wie mag es anders sein &#8211; wurde durch einen Gletscherlauf vollkommen zerstört. Lehrgeld zahlend ging es wieder zurück. Belohnung für die Strapazen war jedoch ein äußerst schön gelegenes Plätzchen für die Nacht.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet-856x1024.jpg" alt="Zeltplatz Hardangervidda" class="wp-image-673" width="428" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet-856x1024.jpg 856w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet-600x717.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet-251x300.jpg 251w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet-768x918.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Rembesdalvatnet.jpg 1600w" sizes="(max-width: 428px) 100vw, 428px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee-746x1024.jpg" alt="Berge Wolken Farben" class="wp-image-686" width="373" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee-746x1024.jpg 746w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee-600x823.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee-219x300.jpg 219w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee-768x1054.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sonnungergang_am_Stausee.jpg 1493w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /></a></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Tiefe weite Fjorde und trockene Moore</h3>



<p>Der dritte Tag unserer Tour durch den Hardangervidda Nationalpark begann sonnig. Kein Wölkchen war am Himmel und wir genossen die Wärme, während wir den Weg, der sich zum Staudamm herunter schlängelt, hinuntergingen. Während wir über den Damm liefen, fielen mir die Teile einer zerstörten Hängebrücke auf, die sich am Damm gesammelt hatten. Ich vermute,&nbsp; dass dies die Brücke gewesen sein muss, die am Tag zuvor eine sichere Passage um das östliche Ufer ermöglicht hätte.</p>



<p>Ein langer Anstieg durch teils schlammiges, teils steiniges Gelände gab bald den Blick auf den Simadalsfjorden frei, während sich der Weg entlang einer steilen Abbruchkante schlängelte. Hier oben wird die gewaltige Kraft des Eises deutlich, das sich langsam durch den Fels gefressen hat. Einer dieser Momente, in dem die Natur mir zeigt, wie unbedeutend unsere Existenz in der Geschichte unseres Planeten eigentlich ist.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord-1024x751.jpg" alt="Hardangerfjord Mensch" class="wp-image-685" width="512" height="376" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord-1024x751.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord-600x440.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord-300x220.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord-768x563.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Johanna_Fjord.jpg 2048w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord-745x1024.jpg" alt="Hardangerfjord schwarzweiß" class="wp-image-678" width="373" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord-745x1024.jpg 745w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord-600x825.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord-218x300.jpg 218w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord-768x1056.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangerfjord.jpg 1489w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /></a></figure>



<p>Nach einer ausgedehnten Pause am See Skytjedalsvatnet fand sich ein lauschiges Zeltplätzchen kurz vor dem Pass am Berg Vetle Ishaug. Eigentlich, laut Wanderführer, sollte der Aufstieg durch ein sumpfiges Hochmoor führen &#8211; unmöglich, einen Platz fürs Zelt zu finden. Doch der Sommer 2018 war auch in Norwegen unerbittlich. Gut für die Suche nach einem Schlafplatz, aber die Natur leidet sichtlich darunter. Bisher hatten unsere Schuhe keinen typischen norwegischen Sumpfmatsch gesehen.</p>



<p>So wie der Tag wolkenlos begann, endete er auch wolkenlos. Mit wenig Kontext im Himmel wirken die Bilder des Abends eher minimalistisch.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug-727x1024.jpg" alt="Moorlandschaft Hardangervidda" class="wp-image-667" width="364" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug-727x1024.jpg 727w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug-600x845.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug-213x300.jpg 213w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug-768x1082.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Unterm_Store_Ishaug.jpg 1136w" sizes="(max-width: 364px) 100vw, 364px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset-683x1024.jpg" alt="Berglandschaft Sonnenuntergang" class="wp-image-664" width="342" height="512" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset-683x1024.jpg 683w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset-600x900.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset-200x300.jpg 200w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset-768x1152.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Hardangervidda_Sunset.jpg 1365w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></a></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Tiefpunkt</h3>



<p>Der vierte Tag der Wanderung gestaltete sich brutal. Die Sonne brannte in einer Stärke, wie ich es in Norwegen noch nie erlebt habe. Zudem artete der Tag mit der langgezogenen Suche nach einem Zeltplatz so aus, dass ich keine Muße mehr fand, um Bilder zu machen. 15 Kilometer im Gelände mit schwerem Gepäck ohne Schutz vor der Sonne. Am Ende des Tages lag ich, mich vor der Sonne schützend, im Zelt und wartete auf den lang ersehnten Sonnenuntergang.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von jetzt auf gleich</h3>



<p>Auch Tag fünf wurde hart. Auch wenn die Landschaft und die Wanderung schön waren, steckte der vorherige Tag noch in meinen Knochen. Neben Sonnenbrand im Gesicht und auf Unterarmen kündigte sich zudem über den Tag hinweg noch ein Gewitter an. Auch wenn sich das Wetter erstmal weitestgehend zurückhielt, brach am Abend die Hölle los.</p>



<p>Zum Glück lässt sich bei meinem Zelt das Außenzelt zuerst aufbauen &#8211; und genau das rettete uns davor, gänzlich durchweicht zu werden. Binnen weniger Sekunden prasselte das Wasser herunter und das Zelt wurde in den schlagartig aufkommenden Sturmböen durchgeschüttelt. Nach einigem Abwarten wurde klar, dass sich zwar das Gewitter verzog, der Regen aber erstmal nicht aufhören würde. Soweit es möglich war, machten wir es uns also gemütlich und harrten der Dinge, die da kommen würden.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fbx-link fbx-instance" href="http://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm-1024x632.jpg" alt="Gewitterwolken" class="wp-image-687" width="512" height="316" srcset="https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm-1024x632.jpg 1024w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm-600x370.jpg 600w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm-300x185.jpg 300w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm-768x474.jpg 768w, https://chasinglight.eu/wp-content/uploads/2018/09/Sturm.jpg 2048w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure>



<p>Auch wenn es gefährlich, anstrengend und wild klingen mag &#8211; es sind auch diese Momente, die mich immer wieder in die Natur hinaustreiben.</p>



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