Winter an der Nordsee – Friedrichskoog

Trischendamm Jacke GelbHimmel und Meer. Weite und raues Wetter. Kalter Wind, Nebel zum Schneiden dick und Regen, viel Regen – Winter an der Nordsee. Klingt nicht verlockend? Ist es aber! Denn wenn das Wetter am schlimmsten scheint, kommen Bilder zu Stande, die man sich nicht hätte erträumen können.

Für jemanden, der sich in den Bergen wohlfühlt, der sich nach wilder, schroffer und unwirtlicher Landschaft sehnt, scheint das Meer öde und langweilig. Keine Konturen, nur Weite. Keine Kanten, kein Profil. Jedoch ist es auch genau das, was die flache Küstenlandschaft an der Nordsee ausmacht. Schönheit findet man überall. Selbst da wo man es aus reiner Skepsis und Voreingenommenheit nicht vermuten würde. Man muss sich nur darauf einlassen.

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Die analoge Fotografie – Zurück zu den Wurzeln

analoge Fotografie RolleicordWenn du meine About-Seite gelesen hast, dann weißt du, dass ich mit analoger Fotografie begonnen habe, sie mich aber nach geraumer Zeit mangels Motivation und finanzieller Mittel vom analogen Fotografieren abgedrängt hat. Doch vor allem lag es daran, dass mir das unmittelbare Feedback fehlte und ich zu faul war, mir die Einstellungen meiner Kamera für jedes Bild aufzuschreiben. Deswegen war ich nicht in der Lage, aus meinen Fehlern zu lernen und war zunehmend frustiert mit den Ergebnissen, die ich erst nach wochenlangem Warten zurück bekam.

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Durch die Hardangervidda Teil 2 – Society, I hope you’re not lonely without me

See Felsen schwarzweiß Hardangervidda

Was sind die Risiken eines Gewitters in den Bergen und in den Hochebenen die die Hardangervidda bietet?

Diese Frage stellten wir uns immer und immer wieder, während wir einen Fuß vor den anderen setzten. Es war nicht so, dass wir in dieser Hinsicht gänzlich unerfahren waren, aber in der Hardangervidda hat ein Gewitter nochmal eine andere Qualität. Auf den Hochebenen gibt es keinen Schutz, keinen Fels der vor Regen und Wind schützt, kein Tal, in das man schnell absteigen kann. Hier oben ist man dem Wetter gänzlich ausgesetzt.

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Please turn left, there is a Pumba

Uganda habe ich von zwei Seiten erlebt. Die Menschen, so wie sie sind und leben (siehe How are you, Mzungu?). Und das Land, das man als Tourist zu Gesicht bekommt.

Abgeholt werden wir direkt in unserem Hotel in Mbarara. Der Fahrer stellt sich mit dem eher ungewöhnlichen Namen No vor – „it´s what my mother said first when I was born“- vor und wir fahren mit einem alten Toyota ohne funktionierende Sicherheitsgurte, aber mit Pop-Up Roof, in Richtung des Queen Elisabeth National Park. „Please turn left, there is a Pumba“ weiterlesen

How are you, Mzungu?

Es gibt da einen kleinen Verein. Lediglich 13 Mitglieder zählt er derzeit. Klein, aber die Aufgabe, die er sich gestellt hat, ist alles andere als das. Der Wasser für Menschen (WfM) e.V. macht direkte Entwicklungshilfe in Uganda, wo sauberes Trinkwasser Mangelware ist. Durchfallerkrankungen, bakterielle Infektionen und Parasiten gehören hier zum Alltag.

Was ist das Problem?

In der Trockenzeit nimmt man weite Wege auf sich, um an brackiges, verfaultes Wasser zu kommen. Gerade für ärmere Leute, die sich Feuerholz zum Abkochen des Wassers nicht leisten können, bedeutet das ein sehr hohes Risiko. Alternativen gibt es meist keine. WfM hat deswegen damit begonnen den Bau von Zisteren zu untersützen, damit das Wasser, das in der Regenzeit reichlich vom Himmel fällt, gespeichert werden kann. Familien, die Zugang zu Zisternen haben, müssen ihre Kinder nicht auf stundenlange Märsche zum nächsten Tümpel schicken.

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Kurz nach Tirol

Berge, Schnee, Tirol

Als es auf die Osterfeiertage zuging, stellte sich die einfache Frage: Wo solls hingehen? Das grobe Ziel war unausgesprochen klar und zwar die Berge. Nur, gerade die Alpen sind groß und weitläufig. Mangels Planungszeit, buchten wir einfach ein Hotel in der Nähe des Pillersees – eine Gegend, die uns bereits mehrfach empfohlen wurde. Und so landeten wir in Hochfilzen. Ein beschauliches Örtchen in Tirol / Österreich. Es ging also kurz nach Tirol.

Die Wettervorhersage für das komplette Osterwochenende war eher mäßig. Daher stellten wir uns generell auf weniger als auf mehr ein. Bei der Ankunft am Karfreitag nachmittags war das Wetter noch angenehm – Nicht zu kalt nicht zu warm, leicht bewölkt.

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Von Sternen und Wahrzeichen

Radom, Wasserkuppe, SternenhimmelDie vergangenen Wochen waren geprägt von trübem und kaltem Wetter. Ich bin gerne draußen unterwegs, keine Frage. Aber wenn es feuchtkalt ist, wie zuletzt, kann ich mich nur schwerlich motivieren.  Der Februar bedingt zudem einen relativ späten Sonnenauf- und einen frühen Sonnenuntergang, was sich fotografisch nicht gerade mit meinem Berufsalltag in Einklang bringen lässt.

Seit geraumer Zeit habe ich nun wieder vor, den Sternenhimmel zu fotografieren, gerade im Sternenpark Rhön soll das ja besonders gut funktionieren. Vergangenes Jahr habe ich bereits eine solche Aktion gestartet und musste dabei lernen, dass eine vernünftige Vorbereitung einfach alles ist. „Von Sternen und Wahrzeichen“ weiterlesen

Der Wind – Bildhauer auf der Wasserkuppe

Es ist Samstag früh um 01:30 Uhr. Noch sitze ich in meiner Stammkneipe. Ein kurzer Blick auf die Wettervorhersage macht mir jedoch eines klar: Es wird eine kurze Nacht.

Der späte Sonnenaufgang im Winter -die blaue Stunde beginnt um kurz nach 7:00- kommt mir entgegen, dennoch bin ich ziemlich erschlagen als mein Wecker klingelt. Ein kurzer Blick auf die Webcam der Wasserkuppe und ich weiß, dass ich meine Entscheidung nicht bereuen werde. Noch ist es Nacht, doch es ist zu erkennen, dass eine klare Sicht herrscht. Der erste Schein der Sonne am Horizont sieht ebenfalls vielversprechend aus. „Der Wind – Bildhauer auf der Wasserkuppe“ weiterlesen